Die Blockchain, das Multitool für ein einfaches Leben zu Hause mit Anschluss ans Gesundheitswesen?

Blockchain Technologien sind vor allem durch die attraktive Kryptowährung Bitcoin bekannt. Sie besitzen allerdings auch hohes potenzial ganze Geschäftsprozesse zu vereinfachen. Die dezentrale Speicherung von Informationen und die Plausibilitätsprüfungen der Chains, zu deutsch Datenketten, machen das Medium zudem sicher. Smart Contacts, vorkonfigurierte Verträge zwischen zwei oder mehreren Parteien, die bei vordefinierten Ereignissen zustande kommen, können Geschäftsmodelle großer Unternehmen disputieren. Sie bieten allerdings auch in  eher undurchsichtigen Bereichen mit vielerlei unterschiedlicher Systeme, wie der Gesundheitsbranche ungeahntes Effizienzpotenzial. Genau hier könnte die Technologie  das Leben der Menschen in einer Gesellschaft vereinfachen. Wenn beispielsweise der/die Patient/in die hoheitlichen Rechte an seinen Daten besitzt und selbstbestimmt entscheiden kann welche Daten er an welchen Arzt weitergibt. Gleichzeitig könnte er/sie seine Daten mit den relevanten Parametern streng anonymisierten Forschungsinstituten und Pharmaunternehmen zur Verfügung stellen, die hierdurch indikationsbezogene Medikamente in kundenindividueller Massenproduktion entwickeln und herstellen  könnten. Auch die Zukunft zu Hause ist smart. Digitale Systeme können die Kommunikation zwischen den Menschen und ihrer Wohnungsbaugesellschaft oder Dienstleistungen stark vereinfachen und ein selbstbestimmtes und gesundes Leben in den eigenen vier Wänden fördern. Lesen Sie unter folgendem Link einen Deloitte Artikel, wie Blockchaintechnologien das Gesundheitswesen beeinflussen können.

https://www2.deloitte.com/de/de/pages/life-sciences-and-healthcare/articles/blockchain-einsatz-im-deutschen-gesundheitswesen.html

 

 

Smart Home und Möbel

Letzte Woche ging die Messe IMM in Köln zu Ende. Neben tausenden von Stühlen, Betten und Schränken bot der „let´s be smart-“ Stand unter der Federführung von Thomas Postert von der Kölnmesse und Christof Flötotto von RFID eine echte Abwechslung zu Couch und Co.. Vom smarten Spiegel über die Küche ins intelligente Bad zu unserer cloudbasierten Servicecentersoftware mit angeschlossenem automatischen Sturzsensor, war einiges zu entdecken. Dass wir die Fussbodensensorleisten des Unternehmens NevisQ nicht zeigen konnten, tat dem Interesse der Fach- und Privatbesucher am Thema Active Assisted Living und dem eigenständigen Leben Zuhause trotz gesundheitlicher Einschränkung keinen Abbruch. Der Infrarot-Sensor des Importeur Securaxx erkannte ebenso jeden simulierten Sturz und leitete das Sturzsignal zuverlässig an unseren Controller weiter, der eine Notification auf unserer Servicesoftware auslöste. Auch unseren Prototypen zur optischen Sturzdetektion haben wir präsentiert. Mit dieser anschaulichen Präsentation zogen wir mehrere Medienvertreter an und waren sogar Teil der „RTL Aktuell“ Reportage zur IMM.

Das Beitragsbild zeigt einen Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers im Interview mit Norman Sahl Poynor, dem Geschäftsführer der SV Gebäudeautomation GmbH.

Die erste Einrichtungsmesse im Jahr 2018 öffnet ihre Tore – wir sind dabei.

Auf der internationalen Einrichtungsmesse imm cologne in Köln präsentieren vom 15. bis 21. Januar 2018 rund 1.200 Top-Aussteller, Designstars und kreative Köpfe aus 50 Ländern die Trends des kommenden Jahres. Keine andere Messe bildet die internationale Welt der Einrichtung so umfassend, kompakt und strukturiert ab. Ein essentieller Grund uns digitalen Produkte der Hausautomatisierung zu zeigen, die sich komplementär ins Wohngefüge einbringen lassen.  Für eine Woche werden die Messehallen in urbaner Umgebung der Rheinmetropole zum größten Showroom für das aktuelle Interior Design, für experimentelle Wohnkonzepte und zukunftweisende Technologien, für große Markenwelten und die Ideen junger Designer.

Als größtes Design-Event der imm cologne wird „Das Haus – Interiors on stage“ 2018 in der Interpretation von Lucie Koldova in unterschiedlichen „Light Levels“ erstrahlen. Die tschechische Designerin erzählt von den verschiedenen Emotionen und Bedürfnissen des Wohnens, die in ihrem „Haus“ alle ein eigenes Licht erhalten. Auch in dem neuen Messeformat Pure Architects wird das Thema Licht in den Fokus genommen. Hier sollen architekturgebundene Sortimente für Boden, Bad und Licht sowie Smart Home-Lösungen Inspirationen für ganzheitliche Einrichtungskonzepte bieten – speziell für Architekten und Endkunden. Unter dem Motto „Smart Living“ können Messebesucher ein funktionsfähiges Smart Home entdecken und neuste Technologien ausprobieren.

Neben den Smart Home – Sensoren werden wir die Vorzüge einer automatischen Signalübertragung an unsere Servicecentersoftware zeigen. Zwei verschiedene Sensortypen werden Stürze, wie sie im Alltag schnell passieren können, automatisch erkennen. Im virtuellen Servicecenter wird dieses Signal empfangen und kann vom Servicemitarbeiter weiter verarbeitet werden. Lassen Sie sich von der Leistungsfähigkeit unserer Produkte überzeugen und simulieren persönlich einen Sturz bei einem Besuch auf unserem Stand. Wir freuen uns auf Sie!

Halle 04.2, Stand E010

Messeplatz 1, 50679 Köln

Gefahr für IoT, Smart Home und AAL Komponenten – das Botnet – Anforderungen der DSGVO ab 2018

Botnet-Gefahren
Angriffe über Sensoren und Aktoren auf zentrale Verwaltungs- und Prozesssysteme und der Schutz davor. Beitrag für eine Sicherung im Sinne der kommenden DSGVO-Anforderungen.

Im Umfeld von Smart-Home und AAL werden die Konzepte und sogar Komponenten von IoT übernommen. Die Vernetzung von Sensoren und Aktoren mit einer Systemplattform und sogar einem Service Centern, ist integraler Bestandteil  des Angebotes. Nur so lassen sich die Vorteile der Digitalisierung in Bezug auf Effizienzsteigerung und der Nutzung neuer Dienstleistungen vollumfänglich eröffnen.

Aber auf der anderen Seite gehen auch die gleichen Gefährdungen mit dieser Konzeptähnlichkeit einher. Der Angriff auf jeden vernetzten und sei es noch so kleinen und nachgeordneten Sensor (Rauchmelder, Kaffeemaschine) gefährdet das gesamte System. So ist sehr wohl allein schon die Online-Anbindung eines Sensors zu seiner Funktionsüberwachung und für seine Instandsetzung (updates) die Eingangstür für eine Schadsoftware, die den Hintergrundserver und die darauf gespeicherten persönlichen Daten als eigentliches Ziel hat.

Hier müssen zuerst eine Konzeption und dann eben auch Software und auch Hardware installiert sein, um diese Angriffe zu erkennen, abwehren und ggf. auch den Ursprungsort aufdecken zu können. Inzwischen gibt es Hersteller und Anbieter, die Controller und Server sichern können. Aber dies muss eben von vorn herein in die eigentlichen Produkte hineindesignet werden. Und es müssen Prozesse installiert und geradezu geübt werden, um diesen Angriffen gerecht zu werden und sich und die Endkunden vor dem Missbrauch zu schützen.

Diesen wichtigen Schutz der Bevölkerung  hat nun auch der Gesetzgeber erkannt und sich auf den Weg  gemacht mit Hilfe von verbindlichen Verordnungen, Normen und Prüfungen und nun auch empfindlichen Strafen zu erzwingen. Und dabei ist nicht nur der Hersteller in der Pflicht, sondern auch die Anbieter der Leistungen und Systemen. Die DSGVO mit Ihren Vorgaben für eine Gegenkonzeption, Dokumentation und Umsetzungsbeschreibung, wird also ihre verbindlichen Vorgaben im nächsten Jahr entfalten. Dazu kommen verbindliche Normen des DKE, der Cenelec, die als „Stand der Technik“ für Schadensersatzforderungen ggf. genutzt werden können.

Dies alles ist deswegen so wichtig, weil neben den schon mehr als schrecklichen persönlichen Schäden für jedes Individuum schon für das Jahr 2019 wirtschaftliche Schäden im Billionen $ Bereich weltweit prognostiziert werden. (Quellen sind Malwarebytes, Juniper und Cybersecurity Ventures 2017)

Aus diesen Kenntnissen heraus muss also nicht nur bei IoT, sondern auch bei Smart-Home und AAL (und Telemedizin) konsequent Sicherheit vom Hersteller und Anbieter mit eingebaut sein und dann vom Betreiber kontinuierlich genutzt werden. Nur mit dieser Überzeugung und konsequenten Umsetzung wird die Akzeptanz dieser digitalen Systeme steigen und sich dann zum Vorteil aller auf einem hohen Niveau etablieren und weiterentwickeln.

National, in Europa und sogar weltweit werden Lösungen auf Basis Smart-Home (SH) und ActiveAssisted Living (AAL) im politischen Umfeld als wichtige Aufgaben erachtet, den Anforderungen aus dem demografischen Wandel adäquat zu begegnen. Aber auch schon bei jüngeren Nutzern soll mit den Möglichkeiten einer geschützten Digitalisierung und derselben Technologie  ein komfortableres Leben ermöglicht werden. Daraus ergeben sich nun auch aussichtsreiche ökonomische Möglichkeiten, die viele Investoren, Hersteller und Leistungserbringer interessieren und aktivieren. Aber deren Verknüpfung ist nun die wichtigste Herausforderung.

In Deutschland hat sich der VDE / VDI durch die gemeinsame Tochter DKE darauf spezialisiert, nationale Standards zu erarbeiten, festzulegen und verbindlich zu machen.  Darüber hinaus werden Vorlagen und Vorschläge erarbeitet und in internationalen Gremien vertreten, um eben diese Vorgaben auch weltweit verfügbar zu machen.

Kompetente Unternehmen, Verbände und freie Experten beteiligen sich ehrenamtlich an der Ausarbeitung. Auch die SV Gebäudeautomation ist hier vertreten.